Nathalie Manfrino, Soprano

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Thais 1

MASSENET – THAïS – Making OF

MASSENET – Thais – Making of

THAÏS – Theater Bonn -Allemagne 

 

Nathalie Manfrino Thaïs, eine Kurtisane
Evez Abdulla Athanaël, ein junger Mönch
Priit Volmer Palémon, ein alter Mönch
Mirko Roschkowski Nicias, ein reicher, junger Alexandriner
Sven Bakin einer seiner Diener
Susanne Blattert Albine, die Äbtissin
Charlotte Quadt Myrtale, Sklavin
Stefanie Wüst Crobyle, Sklavin
Chor des Theater Bonn | Beethoven Orchester Bonn

Musikalische Leitung:
Stefan Blunier [18., 24.5. | 1., 4., 7., 27.6.]
Thomas Wise [12., 17., 21.6.]
Inszenierung: Francisco Negrin
Bühnenbild: Rifail Ajdarpasic
Kostüme: Ariane Isabell Unfried

Comedie-lyrique in drei Akten und sieben Bildern von Louis Gallet
nach dem gleichnamigen Roman von Anatole France
In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln 

Die legendäre Ägypterin Thaïs, die im 4. Jahrhundert nach der Bekehrung durch den Eremiten Paphnutius all ihrer Besitztümer entsagte und sich zur Buße für ihren bisherigen Lebensstil für vier Jahre in die Abgeschiedenheit der Wüste zurückzog, fand bereits im 10. Jahrhundert als literarische Gestalt ihren Weg auf die Bühne: Hrotsvit von Gandersheim schrieb nach 962 ein Drama in Form einer Dialoglegende über die als exemplarische Büßerin verehrte Heilige. Über 800 Jahre nach ihr griff der spätere Nobelpreisträger Anatole France für seinen Roman Thaïsauf diese Quelle zurück und formte ihn auf der Grundlage einer frisch gewonnenen Skepsis um. Zwar gelingt es dem Mönch Athanaël, Thaïs zur Umkehr zu bewegen – doch da er sich seinerseits in sie verliebt hat, gelangt er zu der für ihn bitteren Erkenntnis, dass Entsagung und Verzicht nicht gottgewollt sein können.

Dieser Roman war die Vorlage für Jules Massenets 1898 in zweiter Fassung im Palais Garnier überaus erfolgreich uraufgeführte Oper, die bis in die späten fünfziger Jahre des 20. Jahrhunderts allein an der Pariser Opera über 700 Vorstellungen erlebte. Unter den Sängerinnen, die die ungeheure Dankbarkeit der Titelpartie für sich erkannt haben, waren in jüngerer Zeit u. a. Anna Moffo, Beverly Sills, Leontyne Price und Renée Fleming. Dem deutschen Publikum ist THAÏS wohl in erster Linie durch die immer wieder im Konzertsaal zu hörende méditation réligieuseaus dem ersten Bild des zweiten Aktes für Violine und Orchester im Bewusstsein, ein betörendes Zwischenspiel, das hinsichtlich des musikalischen Wertes des Oper unbedingt als pars pro toto gehört werden darf.

Thais 1